Erstsemester
Mit dem ersten Semester beginnt ein ganz neuer Lebensabschnitt: vielleicht eine neue Stadt, neue Leute, neue Anläufe – und viele neue Eindrücke. Neben all den spannenden Möglichkeiten stellt sich aber auch eine ganz praktische Frage: Wie finanziere ich mein Studium?
BAföG ist eine wichtige Unterstützung, die dir finanzielle Sicherheit geben kann. Damit du dich von Anfang an gut orientieren kannst, haben wir hier für dich die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums BAföG zusammengestellt. Außerdem findest du hilfreiche Checklisten, Merkblätter und Downloads, die dir zeigen, worauf es beim Antrag ankommt und wie du Schritt für Schritt zum Ziel kommst.
So bist du bestens vorbereitet – und kannst dich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: dein Studium.
Der Höchstsatz liegt aktuell bei über 900 € im Monat. Wie viel du genau bekommst, hängt von deiner persönlichen Situation ab – zum Beispiel, ob du zuhause wohnst oder nicht. Mit dem BAföG-Rechner erfährst du, ob und wie viel BAföG du erhältst.
Nein. Die Hälfte des BAföG ist geschenkt. Die andere Hälfte zahlst du zinsfrei zurück – maximal 10.010 €. Es gibt also eine klare Obergrenze und keine Schuldenfalle.
Nein. BAföG ist für viele Studierende unabhängig von Status oder Herkunft gedacht. Auch wer aus einer Familie mit gutem Einkommen kommt, kann Anspruch haben.
Am besten so früh wie möglich, sobald du weißt, wo du studieren wirst. Dann steigt die Chance, dass das Geld pünktlich zum Semesterstart fließt.
Ja. Du kannst schon vorab beginnen und den Antrag vorbereiten. Spätestens mit der Studienbescheinigung nach §9 wird er vollständig.
Ja. Du bekommst in diesem Fall zwar etwas weniger Geld als Studierende, die ausziehen – aber auch zuhause wohnend kannst du BAföG erhalten.
Über bafoeg-digital.de kannst du den Antrag komplett online stellen. Dort wirst du Schritt für Schritt durch den Antrag geführt. Du benötigst für den Online-Antrag eine BundID. Auf BAföG Digital findest du eine Anleitung, wie du diese erstellst.
Du brauchst vor allem deine eigenen Angaben (z. B. Studienplatznachweis) und Unterlagen deiner Eltern (meist den Steuerbescheid vom vorletzten Jahr). Nutze gerne unsere Checkliste. Wenn du weitere Fragen hast, kannst du dich an das BAföG-Amt wenden.
Das Einkommen deiner Eltern wird berücksichtigt. Aber die Freibeträge sind hoch – viele Studierende bekommen BAföG, obwohl ihre Eltern gut verdienen. Es lohnt sich also fast immer, den Antrag zu stellen. Mit dem BAföG-Rechner kannst du prüfen, ob und wie viel BAföG du erhalten würdest.
Dann kannst du einen Antrag auf Vorausleistungen stellen. Das BAföG-Amt prüft dann deinen Anspruch auch ohne die Unterlagen deiner Eltern – damit du trotzdem Unterstützung bekommst.
Ja, in bestimmten Fällen. Zum Beispiel, wenn du schon mehrere Jahre gearbeitet hast oder über 30 Jahre alt bist. Dann zählt das Einkommen deiner Eltern nicht.
Wenn dein Antrag vollständig und rechtzeitig eingereicht wurde, erhältst du die erste Zahlung direkt zum Semesterstart.
Ja. BAföG wird monatlich überwiesen und ist eine verlässliche Unterstützung – genauso regelmäßig wie ein Gehalt.
Ja, Nebenjobs sind erlaubt. Bis zu einer bestimmten Grenze (aktuell 603 € monatlich) bleibt dein Einkommen anrechnungsfrei.
Egal wie viel BAföG du bekommen hast – zurückzahlen musst du höchstens 10.010 €.
Frühestens fünf Jahre nach dem Ende deiner Förderungshöchstdauer. Verdient man wenig, werden die Raten ausgesetzt oder reduziert.
Ja. BAföG gilt ab dem Monat, in dem du den Antrag stellst. Auch ein späterer Antrag lohnt sich also.
Nein. Normalerweise stellst du einmal im Jahr einen Folgeantrag, damit geprüft wird, ob sich etwas verändert hat.
Ein Fachwechsel ist möglich. Beim ersten Wechsel gibt es in der Regel keine Probleme. Wichtig ist, dass du frühzeitig mit dem BAföG-Amt sprichst.
Ja. Auch für Masterstudiengänge kannst du BAföG erhalten – genauso wie für den Bachelor.
Ja. Für ein oder zwei Semester im Ausland kannst du ebenfalls BAföG bekommen. Dabei gibt es zusätzliche Zuschüsse, z. B. für Reisekosten oder Studiengebühren.
Nein. BAföG ist eine staatliche Förderung und wirkt sich weder auf Kredite noch auf Bewerbungen negativ aus.